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Altrarete Ein Netz ohne Geschichte

Konferenz über Vergangenheit und Entwicklungen des Internets

Kulturzentrum
Cavourstr. 1, 39012 Meran BZ
Mittwoch, 25. Februar 2009

17.00 – 19.00 Uhr:
Vorstellung der Themen und Begegnung mit den Gästen des Abends.

20.30 – 22.30 Uhr:
Eine Gegenüberstellung von vier Ansichten mit Davide Bennato, Attila Bruni, Paolo Magaudda und Domenico Quaranta.

Pressemitteilung
Mairania 857 will durch eine Initiative mit dem Titel „Ein Netz ohne Geschichte“, die Mittwoch, den 25. Februar 2009 im Kulturzentrum in Meran stattfindet (in italienischer Sprache), der Vergangenheit und den Entwicklungen des Internets nachgehen. Das Programm sieht ein erstes, informelleres Treffen nachmittags von 17 bis 19 Uhr zur Vorstellung der Gäste und Themen vor. Mit Beginn um 20.30 Uhr folgt abends bei freiem Eintritt ein Runder Tisch, in dessen Verlauf die Ansichten von drei Fachleuten auf diesem Gebiet einander gegenübergestellt werden. Der rote Faden, der sich durch diese zwei Veranstaltungen zieht, ist das Thema der Geschichte des digitalen Netzes sowie die Entwicklungen, die uns das „World Wide Web“ noch bescheren wird, wobei von der Betrachtung seiner kurzen Geschichte ausgegangen wird, und man gleichzeitig die grundlegende Frage nach dem Bewusstsein der Gesellschaft in Bezug auf die Veränderungen auf diesem Gebiet stellt, das, jenseits aller Anfangserwartungen, mittlerweile für das Alltagsleben so wichtig geworden ist.
Diese Fragen werden an Attila Bruni, Assistent an der Fakultät für Soziologie der Universität Trient, Davide Bennato, Assistent an der Universität Catania sowie an Domenico Quaranta, Kurator für zeitgenössische Kunst, gerichtet. Drei Fachleute für neue Medien, welche die Akteure des Internets, die sozialen Netzwerke sowie die Aktivisten und Künstler der ersten Phase des Internets unter verschiedenen Gesichtspunkten beobachtet haben. Auf der Grundlage der Analysen der sozialen Interaktionen mittels der neuen Technologien wird man dann im Laufe des Abends versuchen, ein Bild der höchst ungreifbaren menschlichen, technischen und medialen Wirklichkeit zusammenzusetzen.

Die Initiative, die dank der Unterstützung der Provinz Bozen – Abteilung Italienische Kultur von Mairania 857 organisiert wird, steht unter der Schirmherrschaft der Italienischen Gesellschaft für wissenschaftliche und technische Studien (Associazione italiana per lo studio della Scienza e della Tecnologia) und wird in Zusammenarbeit mit Altrarete organisiert.

Attila Bruni: Assistent an der Fakultät für Soziologie der Universität Trient, wo er Soziologie der technologischen Erscheinungen lehrt. Sein Beitrag, der den Charakter einer Einführung hat, wird sich auf die soziale und gesellschaftliche Dimension des Gebrauchs dieser Technologien konzentrieren, wobei er suggeriert, das Internet als Beziehungslabor, das nie abgeschlossen und immer geöffnet ist, zu betrachten.

Davide Bennato: Assistent an der Universität Catania, der sich mit dem gesellschaftlichen Gebrauch der digitalen Technik, und im Besonderen mit der Analyse der technologischen Kulturen beschäftigt. Sein Beitrag hat die Entwicklung von Überlegungen über die Art und Weise zum Ziel, mit welcher die neuesten Anwendungen, die mit den Sozialmedien und dem Web 2.0 verbunden sind, zum Verfall des Begriffes der Erinnerung führen, wobei eine Reihe von Dienstleistungen ins Leben gerufen werden, die entscheidende Fragen über ein Überdenken des Sinnes des Surfens im Internet aufwerfen.

Paolo Magaudda: ricercatore presso il Dipartimento di Sociologia dell'Università di Padova e membro dell’Associazione italiana per lo Studio della Scienza e della Tecnologia.Nell’era della comunicazione digitale, le trasformazioni nelle forme di memorizzazione, di archiviazione e di catalogazione delle informazioni rappresentano un aspetto particolarmente rilevante. L’intervento intende discutere questa idea, mostrando, attraverso casi ed esempi particolari, come la conservazione delle informazioni e dei prodotti culturali diventi un’attività sempre più complessa per le persone comuni nella loro vita di tutti i giorni.

Domenico Quaranta: Kurator für zeitgenössische Kunst.Der Beitrag von Domenico Quaranta, einem jungen Kurator für zeitgenössische Kunst, geht von einer Erkundung der Kunst aus, die sich der Wiedergewinnung von obsoleten Technologien, Ausdrucksweisen und Instrumenten widmet, um dann zum Thema der Communities von Aktivisten und Künstlern der ersten Phase des Webs zu gelangen, die mit ihrer Arbeit und ihren Netzwerkaktivitäten die sozialen Entwicklungen des derzeitigen Web 2.0 de facto vorweggenommen haben.
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